VORTRAG: „KI – DER ASSISTENT IM ALLTAG“
Mit einem sehr gelungenen Auftakt ist die Vortragsreihe der HIP Hungerhilfe Pegnitz in das Jahr 2026 gestartet. Zahlreiche interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer kamen am 23. April in den Nebenraum der Aula des Gymnasiums Pegnitz, um mehr über das Thema Künstliche Intelligenz zu erfahren.
Referent des Abends war Martin Braun, Geschäftsführer und Mitgründer der NeuroForge GmbH & Co. KG. In seinem Vortrag „KI – Der Assistent im Alltag“ erklärte er anschaulich und verständlich, wie Systeme wie ChatGPT und ähnliche Anwendungen funktionieren und warum sie heute bereits so überzeugend Texte formulieren können. Anhand praxisnaher Beispiele zeigte er, wie Künstliche Intelligenz uns beim Lernen, Schreiben und Denken unterstützen kann – machte aber ebenso deutlich, wo die aktuellen Grenzen liegen und warum der Mensch auch künftig eine zentrale Rolle im Umgang mit KI spielt.
Der Vortrag war informativ, kurzweilig und bot viele spannende Einblicke in eine Technologie, die unseren Alltag zunehmend prägt. In der anschließenden Diskussion nutzten viele Gäste die Gelegenheit, Fragen zu stellen und ihre eigenen Erfahrungen einzubringen.
Die HIP Hungerhilfe Pegnitz bedankt sich herzlich bei Martin Braun für seine Zeit, sein Engagement und den inspirierenden Abend.
Wie bei allen Veranstaltungen bot HIP vor Beginn des Vortrags sowie in der Pause Getränke und kleine Snacks an. Der Erlös kommt dem Schulspeisungsprojekt der Welthungerhilfe in Burundi zugute.
Freiwilligenseminar der Welthungerhilfe in Bonn (20.–22. März 2026)
Vom 20. bis 22. März 2026 fand in Bonn das diesjährige Freiwilligenseminar der Welthungerhilfe statt. Zu diesem Treffen kamen Aktions- und Unterstützergruppen aus ganz Deutschland zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen in der weltweiten Hungerbekämpfung zu informieren und Erfahrungen aus der eigenen ehrenamtlichen Arbeit auszutauschen. Auch die HIP Hungerhilfe Pegnitz war mit zwei Teilnehmenden vertreten.
Auftakt mit der Mitgliederversammlung des Förderkreises
Den Auftakt bildete am Freitag die Mitgliederversammlung des Förderkreises der Welthungerhilfe, dem alle Aktionsgruppen angehören. Der Vorsitzende berichtete dabei über die jüngste Mitgliederversammlung der Welthungerhilfe in Berlin. Besonders die aktuellen weltpolitischen Entwicklungen sorgten für nachdenkliche Gespräche. Die zahlreichen Konflikte und Kriege weltweit erschweren vielerorts die humanitäre Arbeit erheblich.
Auch finanzielle Rahmenbedingungen wurden thematisiert: Kürzungen bei staatlichen Kofinanzierungen durch verschiedene Ministerien stellen viele Hilfsorganisationen vor zusätzliche Herausforderungen und erschweren langfristige Planungen.
Einblicke in die Projektarbeit im Nahen Osten und in Afghanistan
Der Samstag begann mit einem Bericht über die Arbeit der Welthungerhilfe im Nahen Osten, insbesondere in Syrien. Dort unterstützt die Organisation unter anderem lokale Bäckereien dabei, effizienter zu arbeiten. Ziel ist es, die Versorgung der Bevölkerung mit Grundnahrungsmitteln – vor allem Brot – langfristig zu sichern und gleichzeitig lokale Strukturen zu stärken.
Ein weiterer Vortrag widmete sich der Arbeit in Afghanistan. Die Situation vor Ort ist für Hilfsorganisationen äußerst schwierig. Mitarbeitende der Welthungerhilfe haben nur sehr eingeschränkten Kontakt zur Bevölkerung und verbringen den Großteil ihrer Zeit in den Büros und Wohnhäusern der Organisation. Selbst der Weg zwischen Unterkunft und Arbeitsplatz erfolgt aus Sicherheitsgründen nur in Begleitung eines Sicherheitsdienstes.
Besonders herausfordernd ist auch die Unterstützung von Frauen. Da die Taliban den Kontakt zwischen Männern und Frauen stark einschränken, versucht die Welthungerhilfe verstärkt mit weiblichen Mitarbeitenden zu arbeiten, um Frauen dennoch Hilfsangebote und Unterstützung zukommen zu lassen.
Künstliche Intelligenz in der Entwicklungszusammenarbeit
Am Nachmittag stand ein Thema im Mittelpunkt, das auch für die Entwicklungszusammenarbeit zunehmend an Bedeutung gewinnt: der Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Vorgestellt wurde, wie KI innerhalb der Welthungerhilfe genutzt werden kann, um beispielsweise den Einsatz von Mitarbeitenden besser zu planen und einen Überblick über ihre aktuellen Einsatzorte zu behalten.
Auch bei der Planung und dem effizienteren Einsatz von Ressourcen kann KI helfen. Darüber hinaus entwickelt die Organisation inzwischen eigene digitale Anwendungen, etwa spezielle Chatbots. Ein Beispiel dafür ist der Chatbot auf der Projektseite von „Marys Dorf“, der Besucherinnen und Besuchern Informationen über die Arbeit der Welthungerhilfe vermittelt.
Austausch und gemeinsames Rahmenprogramm
Neben den fachlichen Inhalten spielte auch der Austausch zwischen den verschiedenen Aktionsgruppen eine wichtige Rolle. Viele Gruppen berichteten von ihren Aktionen, Veranstaltungen und Ideen, mit denen sie vor Ort Spenden sammeln und über die Arbeit der Welthungerhilfe informieren.
Abgerundet wurde das Seminar durch ein gemeinsames Rahmenprogramm, unter anderem mit einem Besuch im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn. Das Museum an der Bonner Museumsmeile zeigt die deutsche Zeitgeschichte seit 1945 und gehört zu den meistbesuchten Museen des Landes.
Das Freiwilligenseminar bot damit nicht nur viele spannende Einblicke in die weltweite Projektarbeit der Welthungerhilfe, sondern auch wertvolle Impulse für die ehrenamtliche Arbeit der Aktionsgruppen – und stärkte zugleich das Netzwerk engagierter Unterstützerinnen und Unterstützer in ganz Deutschland.
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